Mit der Gesamtsituation zufrieden

Written by Simon on Mai 10th, 2010

Nach den erfolgreichen letzten Jahren konnte sich unser Studienort auch im diesjährigen CHE-Ranking wieder gut schlagen. Insgesamt in der Spitzengruppe, und auch was die Methodenausbildung und die Betreuung durch Lehrende angeht können wir ganz oben mithalten. Trotz des NEPS befindet sich Bamberg nur im Mittelfeld was die Forschungsgelder pro Mitarbeiter angeht. Diese wiederum haben aber offensichtlich eine sehr hohe Reputation.
Der große Wermutstropfen ist die Ausstattung der Bibliothek. Diese ist in die hinteren Plätze zurückgefallen. Offensichtlich besteht hier Verbesserungsbedarf um die ansonsten guten Bedingungen nicht zu trüben.

3 Comments so far ↓

  1. Olaf Struck sagt:

    Kommentar zu: “Mit der Gesamtsituation zufrieden.”
    Hallo, nur zur Klarstellung.
    Das CHE-Ranking wird für einen einzelnen Studiengang nur alle drei Jahre erhoben und ein halbes Jahr später veröfentlicht. Danach tauchen die Ergebnisse dann immer wieder auf, es sind aber die alten Ergebnissse. Die von Ihnen zitierten Ergebnisse spiegeln die Situation von 2007 wieder. Erst im Herbst diesen Jahres werden wir neu evaluiert. Diese Ergebnisse werden dann 2011 veröffentlicht.
    In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Das NEPS war damals noch gar nicht berücksichtigt. Wir haben neue Kolllegen (Methoden ist endlich besetzt). Wir haben sehr viel Geld für die Bibliothek besorgt und dort Öffnungszeiten und Zeitschriftenzugang verbessert sowie pro jahr ca. 2000 Bücher zusätlich anschaffen können. Wobei hier auch Anachaffungswünsche von Studierenden in den letzten Jahren – nach meinem Wissen zu 100% erfüllt werden konnen. Aktuell bereiten wir eine interne Befragung der Studierenden vor, um nocheinmal die fortbestehenden Defizite zu erfassen (da bekommen wir von CHE zu unspezifische Rückmeldungen). Bei unserer Begfragung wird die Fachschaft natürlich einbezogen. Wir versuchen alles, was uns möglich ist, um die Situation zu verbessern. Natürlich hoffen wir dann auch, dass es im nächsten Ranking nach oben geht. Aber wichtiger ist, das wir vor Ort Kritik üben und dass dann auch etwas Sichtbares passiert. Hier sind wir aufgeschlossen und jederzeit bereit, das Kritikwürdige zu verbessern. Wir wollen bessere Studienbedingungen und damit auch erstklassige Berufschancen. Dazu hilft dann überigens auch ein positives CHE-Ranking, da wir dann leichter an Geld für die weitere Verbesserung der Studiensituation kommen und sie, ausgestattet mit einem guten Ruf, bessere Berufsmöglichkeiten erhalten.
    Aber wie gesagt, das Ranking ist dabei zweitrangig. Erst müssen wir
    selbst das beste versuchen, das Raanking verbessert sich dann sowieso.
    Herzliche Grüße
    Olaf Struck

  2. Simon sagt:

    Hallo Prof. Struck,
    Danke für die Infos. Es ist auch überaus schön zu sehen, dass im Bereich der Ziele Ihrer und unserer Arbeit so viele Überschneidungen bestehen. Ich freue mich schon auf einige konstruktive Diskussionen!

    Viele Grüße,
    Simon

  3. Sebastian E. Wenz sagt:

    Mit ein bisschen Verspätung möchte ich an dieser Stelle eine Bemerkung hinzufügen:

    Die Ausstattung der Bibliothek ist in der Tat eher traurig. Dass viele (teils sehr seltsame) Bücher angeschafft werden, kann kein Argument sein, in einer Wissenschaft, in der Artikel aus Fachzeitschriften mindestens ebenso wichtig wie Bücher sind. Gerade hier ist die UB schlecht ausgestattet. Nur ein Beispiel: es gibt nicht einmal die fünf aktuellsten Jahrgänge der Annual Review of Sociology elektronisch. Als ich diesbezüglich mal eine Anfrage stellte, hieß es nur, Wissenschaftler seien doch jahrhundertelang mit gedruckten Publikationen ausgekommen. Aha.

    Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln (und mich nach Mannheim zurücksehnen, wo man auf die wichtigsten Zeitschriften der Soziologie selbstverständlich online zugreifen kann).

    Beste Grüße,
    Sebastian E. Wenz (wiss. Mitarbeiter am NEPS)

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